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Den richtigen Lattenrost finden – worauf kommt es an?

Den richtigen Lattenrost finden Ein gut funktionierendes Schlafsystem aus Lattenrost und Matratze bilden im wahrsten Sinne die Grundlage für erholsamen Schlaf. Die beste oder teuerste Matratze bringt wenig, wenn der Lattenrost nicht dazu passt. Nur der richtige Lattenrost erlaubt eine optimale Gewichtsverteilung und sorgt dafür, dass die Wirbelsäule nicht in eine Fehlstellung gezwungen wird, die Rückenmuskeln sich entspannen können und der Schlaf erholsam wird. Nur mit einem zur Matratze passenden Lattenrost kann die Matratze in ihrer Funktion perfekt unterstützt werden. Zudem soll der Lattenrost gewährleisten, dass die Matratze gut durchgelüftet wird und Feuchtigkeit austreten kann. Dies ist Voraussetzung für ein gesundes Schlafklima und eine lange Haltbarkeit der Matratze. Kann die Feuchtigkeit nicht entweichen, bilden sich Stockflecken und Schimmel, die Ansammlung von Milben wird gefördert. Kriterien, die Sie vor dem Kauf prüfen sollten, möchten wir Ihnen hier aufzeigen.

Achtung bei den Größenangaben

Den richtigen Lattenrost findenLattenroste sind in verschiedenen Größen erhältlich. Grundsätzlich gibt es für jede gängige Bettengröße den zugehörigen Lattenrost. Beim Kauf gilt es zu beachten, dass die angegebenen Abmessungen des Lattenrostes nicht der tatsächlichen Größe, sondern den Maßen dazu passender Betten entsprechen. Das heißt, der Lattenrost ist immer etwas kleiner als angegeben.

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Der Lattenrost muss zunächst in seiner Größe sowohl zum Bett als auch zur Matratze passen. Bei Doppelbetten, beziehungsweise Betten, die breiter als 1,60 m sind, sollten Sie generell zu zwei Lattenrosten und zwei Matratzen greifen. Die zwei Personen, die in einem großen Bett schlafen, haben in der Regel ein unterschiedliches Gewicht, unterschiedliche Schlafgewohnheiten und eventuell Beschwerden, worauf nur ein separater Rost und zugehörige Matratze optimal reagieren können.

Welche Lattenrostauflage hat Ihr Bett?

Betten sind mit unterschiedlichen Möglichkeiten zur Auflage des Lattenrostes ausgestattet. Diese Varianten gibt es:

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  • Auflagewinkel, die sich in den Ecken des Bettes befinden, tragen den Rost. Diese Ausführung ist für alle Rostarten außer dem Rollrost geeignet
    Der Lattenrost liegt auf den durchgehenden Leisten, die sich an den Innenflächen des Rahmens befinden, auf. Diese Form ist für jeden Rost geeignet.
  • Schweberahmenbetten besitzen oftmals Quertraversen. Zwei durchgehende Leisten tragen den Lattenrost, oftmals noch ergänzt mit Auflagewinkeln. Ungeeignet sind diese Modelle für elektrisch verstellbare Lattenroste, die eine gewissen Bodenfreiheit erfordern.

Wie sollte der Rost aufgebaut sein?

  • Die Leisten: Vorteilhaft ist eine möglichst hohe Anzahl von Leisten. Umso mehr Leisten vorhanden sind, desto genauer und flexibler kann sich der Rost an den Körper anpassen. Auch spielt das Körpergewicht eine Rolle. Schwere Menschen sollten Modelle mit besonders vielen Leisten wählen, auf die sich das Gewicht verteilen kann. Achten Sie auch auf die Abstände zwischen den Leisten. Sind diese zu groß, drückt die Matratze durch, so dass Sie bei dünnen Matratzen die Leisten zu spüren bekommen können. Der Abstand sollte normalerweise 4 bis 5 Zentimeter betragen. Wichtig ist weiterhin, wie die Querleisten gehalten werden. Optimal sind flexible Kautschuk- oder Gummikappen, welche die Federungseigenschaften der Leisten noch verstärken und somit für eine gute Anpassungsfähigkeit sorgen. Unflexible Kappen sind weniger geeignet.
  • Die Zonen: Ist die Matratze in verschiedene Zonen unterteilt, empfiehlt sich auch ein Lattenrost mit entsprechenden Zonen, um ein perfektes Zusammenspiel zu ermöglichen. Bei einer 7-Zonen Matratze sollte ein 7-Zonen Rost verwendet werden, um die positiven Eigenschaften bestmöglich zu kombinieren und auszunutzen. In jeder Schlafposition soll die Wirbelsäule ihre natürliche S-Form beibehalten, damit sich die Rückenmuskeln entspannen und nicht verkrampfen, was letztendlich zu Schmerzen führen kann.

Angeboten werden verschiedene Varianten von Lattenrosten

Der Rollrost ist eine einfache und günstige Variante einer Matratzenunterlage. Die einzelnen Latten werden mit einem Band verbunden und gehalten. Individuelle Einstellungen sind hier nicht möglich. Geeignet sind diese Roste in erster Linie für Kinder beziehungsweise sehr leichte Personen, die noch keine Rückenbeschwerden haben und keine großen Ansprüche stellen. Ansonsten sind diese Modelle eher für kurzfristige Zwecke gedacht.

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Ein starrer Lattenrost ist etwas stabiler und hochwertiger gefertigt, bietet aber auch keinerlei Anpassungsmöglichkeiten.
Der Federholzrahmen ist die gängigste Ausführung und in Deutschland sehr beliebt. Ein Holzrahmen trägt die Latten, welche nicht fest angebracht werden, sondern mit Hilfe von elastischen Trägern befestigt werden.

Die einzelnen Latten können sich unabhängig voneinander bewegen, beziehungsweise schwingen, so dass sich das Gewicht des Schläfers optimal verteilt. In der Regel werden 28 bis 42 Latten verwendet. Je mehr Latten das Gewicht auffangen, umso besser lässt sich dieses ausbalancieren.
Durch hin- und herschieben von Kunststoffspangen, die sich in machen Bereichen zwischen zwei Latten befinden, kann die gewünschte Federung nach Bedarf von weich bis hart eingestellt werden.

Beim verstellbaren Lattenrost kann das Kopfteil und oftmals auch das Fußteil angehoben werden, was vor allem von Menschen, die gern im Bett lesen, fernsehen oder Videos schauen, geschätzt wird. Aber auch für Menschen, die viel Zeit im Bett verbringen müssen oder orthopädische Probleme haben, ist diese Variante sehr angenehm und komfortabel. Noch etwas mehr Luxus genießen Sie mit einem elektrisch verstellbaren Rost. Hier haben Sie per Fernbedienung die Steuerung in der Hand und müssen nicht jedes Mal für eine manuelle Änderung der Eistellungen das Bett verlassen.

Der Tellerlattenrost ist ein besonders hochwertiger, spezieller Lattenrost, von dem Personen mit argen Rückenproblemen profitieren. Dieser „Lattenrost“ besitzt keine Latten, sondern eine Vielzahl von Tellern aus Kunststoff, die elastisch verbunden sind. Dies bietet eine außerordentliche gute Punktelastizität, was gerade Patienten mit Rückenbeschwerden als sehr angenehm empfinden.

Lattenrost geeignete Matratze
Starrer Lattenrost für Bonell- und Tonnentaschenfederkernmatratzen sowie Kaltschaummatratzen geeignet Achtung: die Federn sollten in ihrer ursprünglichen Form nicht verändert werden, ansonsten können sie ihren Zweck nicht mehr erfüllen
verstellbarer Bettrost Latexmatratzen, Kalt- und Viscoschaummatratzen
Kopf- und zumeist auch das Fußteil ist individuell justierbar
Rollrost für alle Schaummatratzen
Der für Stabilität sorgende Rahmen fehlt, er trägt lediglich die Matratze und sorgt für die Belüftung
praktisch, kann einfach zusammengerollt werden, nur bedingt geeignet

Der passende Lattenrost ist unverzichtbar, nur so kann die Matratze ihre individuellen und erwünschten Eigenschaften entfalten. Die beste oder teuerste Matratze bringt Ihnen nichts, wenn kein perfekt harmonierendes Zusammenspiel möglich ist. Was Sie wissen müssen, erfahren Sie, wenn Sie sich die folgenden Fragen beim Kauf stellen:

  • Was sollten Sie beim Kauf berücksichtigen?
  • Passt der Rost von der Größe her zum Bettrahmen?
  • Ergänzen sich Rost und Matratze, auch von der Anordnung der Zonen?
  • Wie groß sind die Abstände zwischen den Latten?
  • Ist der Rost für das Körpergewicht geeignet?

Falls Sie den Kauf eines elektrisch verstellbaren Lattenrostes planen, sollten Sie auf genügend Bodenfreiheit achten.

Vor- und Nachteile eines Lattenrosts

  • unterstützt die Funktion der Matratze
  • sorgt für Belüftung der Matratze
  • der richtige Rost kann Gelenke und Muskeln entlasten
  • Rollrost bietet nur wenig Komfort, ist dennoch besser, als nur eine Matratze als Schlafstatt zu nutzen

Bildnachweise: Amazon / Betten-ABC , Adobe Stock / Will Thomas

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